Mein Verhältnis zu Petra

Einen Tag vor meinem Geburtstag hatte Mama überraschenderweise eine Email von Petra im Postfach mit dem Betreff: Geburtstagslied für Martin. Gespannt öffnete Mama die Mail und tatsächlich: ein wunderschöner Text über Mama und mich und das Ganze mit einer lieblichen Melodie hinterlegt. Das war ein Geburtstagsgeschenk von Petra an mich! Mama genau wie ich waren „sprachlos“, damit haben wir nicht gerechnet. Unsere Freude war riesig, ich konnte mein Glück gar nicht fassen, mit so etwas hätte ich nie gerechnet. Jetzt als Jenseitiger von einer Diesseitigen ein Geburtstagsgeschenk zu erhalten, ist schon etwas Außergewöhnliches.
Aber wer ist diese Petra und wie kommt sie dazu mir ein Geburtstagsgeschenk übermitteln zu lassen?
Mama lernte Petra im Zusammenhang mit unserer ersten Seelenreise kennen. Eine liebe, einfühlsame Frau, mit der sich Mama gleich gut verstand. Ich gebe zu anfangs etwas skeptisch gewesen zu sein, hat sie oft so viel geredet, was für mich oft nur schwer nachvollziehbar gewesen war. Inzwischen weiß ich, dass sie sich einfach aus lauter Begeisterung für ein Projekt oder wenn sie sich wohl fühlt in einer Umgebung nicht bremsen kann, wobei sich das aber schon stark gebessert hat. Ich beobachtete Petra also über eine gewisse „Zeit“, hat sie doch mit Mama zusammen eine Übungsgruppe gegründet, in der ohne Druck und Zwang ein bisschen geübt werden kann wie man Kontakt zu uns Jenseitigen aufnimmt. Während die Gruppe anfänglich aus den verschiedensten Teilnehmerinnen bestand, hat sich schließlich eine Gruppe von verwaisten Müttern herauskristallisiert, die sich einmal wöchentlich treffen und gemeinsam üben.
Ich war von Anfang an mit dabei, hielt mich aber zurück, habe ich doch als Jenseitiger da nichts zu melden, so dachte ich. Nach ein paar Wochen meinte Petra ganz traurig, warum ich mich wohl nie bei ihr zeigen oder melden würde. Ach hat sie mir da leid getan. Sie hat natürlich gleich wieder an sich gezweifelt und gedacht, sie habe etwas falsch gemacht. Denn Petra ist so eine gutmütige und großherzige Person, die es allen Recht machen und niemand verletzen möchte. Nach diesem Appell habe ich mich bei ihr gezeigt und sie war überglücklich. Und schließlich habe wir uns immer mehr angenähert. So manchmal habe ich ihr über Mama „gute Ratschläge“ übermitteln lassen oder auch schon selbst mit ihr Kontakt aufgenommen. Manchmal auch durch drastische Maßnahmen, wenn ich denke, dass sie sonst „den Ernst der Lage nicht erkennt“, wie unlängst das Rotlicht in ihrem Badezimmer, das physikalisch eigentlich nicht sein konnte. Dieses Zeichen „Halt, stopp, bis hierher und nicht weiter!“ wird ihr lange in Erinnerung bleiben und das war auch meine Intention. Es hat sie zum Umdenken angeregt. Sie beherzigt meine Ratschläge, auch wenn sie manchmal kritisch und unbequem sind, aber immer gut gemeint und so langsam integrierte sie mich ganz still und leise als Teammitglied in die Gruppe, das manchmal auch strenge Ansagen macht. Vielleicht ein gewisser Gegenpol zu ihrer Harmoniebedürftigkeit. Und heute ist sie der festen Meinung, dass ich mit ihr und Mama zusammen die Gruppe leiten darf. Was für eine Ehre! Nie hätte ich mir gedacht als kranker Mensch, dass ich einmal solch eine Aufgabe übertragen bekomme, obwohl ich in meinen gesunden Zeiten immer davon geträumt habe und auch die besten Voraussetzungen mitgebracht habe. Und so sind wir heute ein eingespieltes Team, das versucht die Kommunikation von einigen Mamas mit ihren Kindern zu intensivieren. Eisern wird einmal wöchentlich geübt und diejenigen, die regelmäßig kommen, haben auch schon einige Fortschritte gemacht und freuen sich jedes Mal, wenn Botschaften von ihren Kindern durchkommen.
Ja, ich muss sagen, dass nicht nur die Mamas so langsam zusammenwachsen, sondern auch wir vorausgegangenen Seelen, die genauso vielfältig sind wie ihre Mamas und die manchmal auch ein bisschen Führung brauchen. Ich weiß, das klingt komisch, aber jeder behält seinen Charakter bei und so treffen eben auch bei uns die unterschiedlichsten „Charakterseelen“ aufeinander. Außerdem hat es einige „Zeit“ gebraucht, bis es sich „herumgesprochen“ hat, von wem hier die Mamas zusammenkommen. Auf jeden Fall freuen wir uns alle in der Zwischenzeit immer, wenn sich unsere Mamas treffen und wir gefragt sind. Und manchmal treiben wir auch ein bisschen Schabernack, damit das Treffen nicht zu traurig wird. Denn Ziel und Zweck ist es doch, den so traurigen Mamas ein bisschen Freude und Zuversicht zu übermitteln, wenn sie bemerken, dass sie mit uns kommunizieren können und wenn sie uns spüren. Das alles hilft ungemein in der Trauer, das merke ich ja bei Mama, auch wenn es uns physisch nicht ersetzt.
Jede Woche hat Petra minutiös Übungen vorbereitet, die ausprobiert werden. Manche sind einfach, andere schwierig, aber das ist gut so, denn die Mamas wollen ja wachsen, den Kontakt zu uns Kindern vertiefen. Die Atmosphäre in der Gruppe ist dank Petras ruhiger, besonnener Art inzwischen so vertrauensvoll, dass sich jede Teilnehmerin getraut, etwas zu sagen. Ich fühle mich in der Gruppe total wohl und helfe gerne, wenn meine Hilfe benötigt wird.
Und als Mama Petra von unserem Seelenlied berichtete, kam Petra auf die geniale Idee ein Lied für mich zu texten, das mich als Mittler zwischen den Welten darstellt, was mich sehr gefreut und geehrt hat. Nach mehrmaligem Überdenken des Textes kam ich zu dem Entschluss, dass der Text perfekt zu meiner Homepage passt, da der wohldurchdachte Text eine meiner neuen Aufgaben schön beschreibt.
Es ist inzwischen richtig schön mit Petra zusammen zu arbeiten, vor allem auch, weil ich sehe, dass sie sich zu ihrem Vorteil „entwickelt“ hat in den letzten „Monaten“. Die Petra, die alles mit sich machen lässt und es jedem Recht machen will, ist Geschichte. So langsam tritt sie, wenn auch immer noch extrem gutwillig, freundlich und harmoniebedürftig, doch etwas energischer auf, was ihr und den Menschen, mit denen sie es zu tun hat, gut tut und gut ankommt.
Ich freue mich auf noch viele gemeinsame Übungssitzungen mit ihr und bedanke mich zu tiefst wie sie mich in die Gruppe integriert hat und mein Wort schätzt. Wenn ich sie reden höre, denke ich manchmal ich bin noch ein Diesseitiger, was mir viel bedeutet, denn dadurch erkenne ich, dass ich als Wesen der geistigen Welt unseren „Spielplatz Erde“, nicht aus den Augen verliere, was für das Verständnis für ankommende Seelen, aber auch als Ratgeber für Seelen, die ihre nächste Inkarnation planen, von unschätzbarem Wert ist.

