Moosfiguren als Zeichen aus der geistigen Welt
Wie ich mit Mama über Moosfiguren kommuniziere

Wie oft fragt mich Mama morgens nach einem Zeichen, irgendetwas, was sie mit mir in Verbindung bringt. Ich weiß, dass sie sich immer über ein Herz von mir freut, aber woher nehmen? Da fiel mir ein, dass bei uns auf der Terrasse so viel Moos liegt, denn seit meinem Heimgang kümmert sich Mama leider nicht mehr darum, dass die Terrasse gepflegt aussieht. Eigentlich stört mich das jetzt (zu meinen Lebzeiten war es mir eigentlich egal, aber es gab ja auch keinen Grund zur Beanstandung, war ja immer alles in Ordnung), doch da ich nach Zeichen gesucht habe, kam mir diese Unordnung entgegen. Was kann ich mit den Erscheinungen der Natur bloß machen? Und da fiel mein „Blick“ auf das Moos und im Handumdrehen schickte ich ihr vor dem letzten Jenseitskontakt ein wunderschönes Moosherz. Jetzt musste sie es nur noch sehen. Als sie den Rollladen in meiner Wohnung hochzog, fiel ihr Blick auf die Terrasse und sie traute ihren Augen nicht: direkt vor der Balkontüre sah sie ein Stück Moos, das die Form eines Herzen hatte. Sie war überglücklich und voller Stolz präsentierte sie es Papa, der auch sofort erkannte, worum es sich handelte. Der Tag war gerettet.
Jetzt hatte ich Interesse an den Moosfiguren gefunden und am darauffolgenden Tag legte ich ihr eine Moosmaus vor die Terrassentüre. Ich habe extra einen Schwanz aus einem dünnen Ast hinzugefügt, damit sie die Figur auch sicher als Maus erkannte. Ich hoffte, dass sie die Maus auch Marion zeigte, hat sie doch meine gelbe Plüschmaus auf ihrem Sperrbildschirm. In den darauffolgenden Tagen habe ich ihr noch einige Moosherzen in verschiedenen Formen und Größen geschickt.
Dann eines Morgens entdeckte sie die Form eines kleinen Baumes aus Moos. Sie zeigte ihn Papa, der den Baum verdutzt anschaute. Was hat er zu bedeuten? Mama war die Anspielung sofort klar: Ich habe vor vielen Jahren als kleiner Junge bei uns im Garten einen Kastanienbaum gepflanzt. Er gedieh und wuchs und war mein ganzer Stolz. Bald war aus dem kleinen Bäumchen ein stattlicher Baum geworden, der dem Garten im unteren Teil viel Schatten spendete. Und dieser Baum stand unter meinem persönlichen Schutz. Wehe, wenn jemand „meiner Kastanie“ auch nur ein Ästchen gekrümmt hat. Was sollte aus dieser Kastanie werden, wenn wir alle nicht mehr im Diesseits sind? Mama hat bereits schriftlich niedergelegt, dass die Kastanie nicht gefällt werden darf (außer es geht echte Gefahr von ihr aus) und weil Papa meinte, dass das ohnehin niemand liest, wollte er ein Schild machen lassen und bei der Kastanie befestigen, aus dem hervorgeht, dass sie ein „Andenken“ an mich ist. Und weil Papa das Vorhaben noch nicht realisiert hatte, habe ich einen Moosbaum geschickt. So sehen ihn meine Eltern täglich und werden immer wieder aufs Neue an das Schild erinnert.
Ein paar Tage später schickte ich Mama einen kleinen, dicken Moosigel und gleich war Mama klar: Igel füttern im September nicht vergessen, habe ich sie, nachdem ich es selbst nicht mehr konnte, doch immer wieder daran zu meinen Lebzeiten erinnert. Als Mama dann eines Morgens einen Moosfisch fand, war sie doch etwas erstaunt. Ich gab ihr noch den Impuls ‚Papa‘. Ja, und da war es ihr klar: wollte Papa aus Bequemlichkeit an diesem Tag eine Konservendose Ravioli oder Ähnliches machen, aber ich wusste, dass ihm das nicht bekommen würde und so dachte Mama nach meinem Impuls, heute soll es wohl „Fisch“ zum Mittagessen geben. Da hat Papa nicht schlecht gestaunt, und gemeint, dass er diesen Gedanken heute auch schon hatte, aber nicht den Rückzieher machen wollte. Die Sache war entschieden.
Und so könnte ich noch viele Beispiele aufführen, wie z.B. den quicklebendigen Hund von Marion, der fröhlich einem Ball hinterher springend sich aus Moos auf unserer Terrasse abgebildet hat. Im Moment übe ich mich auch in der Darstellung der Initialen meines Namens, in Gesichtern oder in Gegenständen, die von Bedeutung für meine Eltern sind.
So hat meine Kreativität nicht nur eine emotionale sondern auch eine praktische Bedeutung bekommen.
Vielleicht für den einen oder anderen, der meinen Artikel liest ein Hinweis darauf, dass auch im Moos Botschaften von uns für unsere lieben Diesseitigen versteckt sein können. Ich für meinen Teil habe Gefallen daran gefunden, Botschaften über Moosfiguren an Mama zu schicken, zumindest solange noch Moos auf der Terrasse liegt, um ihr damit eine Freude zu bereiten und ihr wieder einmal mehr meine Liebe und innige Verbundenheit zu demonstrieren und zu zeigen, dass ich alles mitbekomme, was bei ihr so passiert und dass ich mitdenke und nach Lösungen suche, genau wie zu meinen Lebzeiten.


So stelle ich mir Marions Hündin Mürsel beim Spielen vor
