Warum haben manche Seelen so eine starke Präsenz?

Wer sich ein bisschen mit der Materie auskennt, der weiß, dass es Seelen gibt, die eine starke Präsenz ausstrahlen und andere, die sich mehr im Hintergrund halten. Woher kommt das?
Die Gründe dafür sind vielfältig. Ich beschränke mich im Folgenden nur auf die Fälle, in denen die Hinterbliebenen der geistigen Welt gegenüber offen und aufgeschlossen sind. In den anderen Fällen werden wir ohnehin nicht bemerkt, obwohl wir da sind.
Da steht an erster Stelle der „Charakter“ einer Seele. Sie verliert ihr Naturell nicht und verhält sich ähnlich wie zu Lebzeiten. Ich spreche hier absichtlich von Naturell, dem Charakter in seiner unverfälschten Art, denn durch Lebensumstände verändert sich so manch eine Seele. Diese veränderte Art ist hier nicht gemeint. Eine „schüchterne“ Seele tut sich schwerer Präsenz zu zeigen wie eine „lebhafte“ Seele.
Aber das ist nicht alles.
Viel hängt von der Energie ab, die eine Seele zur Verfügung hat. Sei es, dass sie die Energie von ihren Hinterbliebenen bekommt, auf Grund der vielen liebevollen Gedanken und Taten ihr zu Ehren durch die Diesseitigen. Sei es, dass sie entsprechende Tätigkeiten in der geistigen Welt ausführt, die ihr mehr Energie liefern, als sie selbst benötigt. Diese Energie hat sie „zur freien Verfügung“ und kann sie z.B. dafür einsetzen, sich bei ihren geliebten Angehörigen bemerkbar zu machen.
Und dann kommt noch ein ganz wichtiger, nicht zu unterschätzender Punkt: Wie gehen die Hinterbliebenen mit dieser Seele im Alltag um. Das fängt im täglichen Leben an, werden die Seelen ins Alltagsgeschehen der Familie mit einbezogen oder „redet man besser gar nicht von ihnen“. Wenn man mit uns umgeht wie wenn wir noch unter den Diesseitigen wären, wenn man uns um Rat fragt, uns das Wichtigste des Tages erzählt, usw. dann wissen wir, dass wir für unsere Angehörigen noch existent sind, wichtig sind, wir spüren das, und entsprechend verhalten wir uns, weil wir wissen, wir sind hier gerne gesehen. Wir müssen uns nicht verstecken, wir dürfen mal Lärm im Haus machen, wir dürfen etwas ausprobieren, wonach es uns gerade ist. Das ist ein herrliches Gefühl und das stärkt uns als „Unsichtbare“ ganz enorm. Und je mehr wir uns akzeptiert fühlen in unserer neuen „Erscheinung“, desto „kräftiger“ werden wir, desto stärker wird unsere Präsenz.
Wie reagieren die Angehörigen, wenn Fremde im Haus sind und plötzlich ist Maschinengeräusch zu hören, für den es keinen irdischen Grund gibt? Mama sagt ganz selbstverständlich, das ist Tini, der ist gerade in seiner Wohnung. Die Blicke und Gedanken der Gäste sind ihr egal. Was für sie zählt bin ich, ist meine Präsenz. Ich muss mich nicht verstecken, sondern ich darf hier sein, so wie früher. Das gibt mir unheimlich viel Energie. Genau so ist es, wenn sie unterwegs ist und meinen Rat braucht. Telefonieren wie früher geht leider nicht mehr, aber die telepathische Verbindung funktioniert und auf die greift sie mittlerweile zurück wie auf das Selbstverständlichste der Welt. Komische Blicke der anderen – egal. Außerdem gewöhnt sich der eine oder andere so langsam daran. Und wem es nicht passt, der kann sich ja von uns fernhalten, so Mamas Devise. Und mit diesem Selbstbewusstsein integriert mich Mama auch in der Öffentlichkeit in ihr Leben, was mir für mein „jenseitiges“ Selbstbewusstsein so viel gebracht hat und noch immer bringt.
Aber leider ist es so manch einem Diesseitigen peinlich, so offen mit uns Jenseitigen umzugehen (manch einer kann es sich in der aktuellen Gesellschaft auch nicht leisten), was für die Jenseitigen natürlich zur Folge hat, dass sie sich auch zurückhaltend verhalten, zumal wenn sie ohnehin von ihrem Naturell eher schüchtern sind.
Ich entnehme ganz viel meiner starken Präsenz dem Wissen, dass hinter mir eine starke Mutter steht, die mich wie zu Lebzeiten verteidigt oder in Schutz nimmt. Sie kann mit Anfeindungen umgehen und sich wehren und für unsere Botschaft einstehen. Am Anfang hat sie sich damit auch schwer getan, aber heute gehört meine Präsenz zu ihrem Alltag und das hilft ihr und mir sehr viel. Ich kann sie dadurch viel mehr unterstützen wie kurz nach meinem Heimgang und sie überträgt mir durch ihr Verhalten so viel Energie, die ich dann wieder für die verschiedensten Projekte verwenden kann. Und auch hier gilt wieder: WIR BRAUCHEN UNS GEGENSEITIG.
Es wäre schön, wenn viel mehr Menschen den Mut hätten, dazu zu stehen, dass es uns „Unsichtbare“ weiterhin gibt, dass wir neben ihnen her leben, dass wir nicht ausgelöscht sind. So bleiben wir unvergessen und helfen unseren Hinterbliebenen und das ist doch so schön und erfüllt mich mit unheimlicher Freude und Liebe.
Ich bin Mama so dankbar, was sie mir durch ihre innige Verbundenheit und tiefe Liebe alles ermöglicht, das lässt sich nicht in Worte fassen.

