2025 neigt sich dem Ende

Wie schnell ist bei mir die „Zeit“ seit dem letzten Jahreswechsel vergangen – eigentlich war es erst „gestern“, für Mama ist es eine Ewigkeit her. Wenn ich jetzt neben ihr auf dem Sofa sitze und ihr diesen Text diktiere und vor dem Haus die Feuerwerkskörper explodieren höre, da überkommt mich schon die Sehnsucht nach meinem irdischen Sein, nach der Zeit, als ich mich jetzt um den Aufbau und die Komposition unseres Silvesterfeuerwerks gekümmert habe, und Mama die Vorbereitungen für die Silvesterparty gemacht hat. Ach wie war das schön. Aber leider sind es, wie so vieles, Momente der Vergangenheit, an die ich mich aber soooo gerne erinnere. Schade, dass sich Mama nicht mehr aufraffen kann und mit unseren früheren Bekannten Silvester feiern möchte – seit meinem Heimgang ist sie nur noch traurig.

Auch wenn es unter den Leserinnen und Lesern viele Feuerwerksgegner gibt, so sehe ich darin ein altes Kulturgut, das gepflegt werden sollte. Natürlich wird auch die Schönheit des Feuerwerks missbraucht, was ich sehr schade finde und natürlich leiden zahlreiche Tiere – aber mal ehrlich, der Mensch ist der größte Feind der Natur und zwar an 365 Tagen im Jahr, nicht nur eine Stunde an Silvester. Warum ist der Schutz aller Lebewesen kein Argument für Frieden auf der Welt?

Ich freue mich auf jeden Fall, dass Mama eine Feuerwerksbatterie gekauft hat und sie mir zu ehren zünden wird - und ich werde mit ihr im Hof stehen, das Feuerwerk genießen und das letzte irdische Jahr Revue passieren lassen. Wir werden Jahresrückblick machen und uns überlegen, welche Fortschritte wir in der Kommunikation gemacht haben, was wir gemeinsam bewirkt haben, was wir gemeinsam unternommen haben, welche Zeichen ich ihr geschickt habe und wann ich sie geschickt habe, wie und wann ich sie intensiv unterstützt habe, wie unser inniges Band der Liebe noch stärker geworden ist, und, und, und, ……

Das wird eine lange Liste werden, denn wir haben seit vergangenem Silvester viel gemeinsam unternommen und erlebt. Wie oft übermittle ich ihr, dass die irdische Zeit doch auch so schnell vergeht und wer weiß schon, wie lange sie noch warten muss, bis sie zu mir kommen darf. Und diese Zeit soll sie nutzen, nur sie glaubt mir nicht. Ich wünsche mir so sehr für sie, dass sie mit meinem Heimgang besser klar kommt, hat sie mich doch stets an ihrer Seite und das weiß sie auch. Was machen all die Menschen, denen diese Gabe nicht geschenkt wurde? Mama ist überaus glücklich und dankbar, dass sie weiterhin mit mir in Kontakt stehen kann und möchte das auch nicht missen, aber meine physische Präsenz fehlt halt doch manchmal. Und so hoffe ich, dass sich unsere Verbindung weiter intensiviert und sie eines Tages den Verlustschmerz überwinden kann. Vielleicht schon 2026?

Ich wünsche allen einen harmonischen Jahresausklang, einen nicht allzu schmerzlichen Rückblick auf 2025 und einen optimistischen Ausblick auf das Jahr 2026. Möge das irdische Leben getragen sein von gegenseitiger Empathie, Verständnis und Liebe, denn sie kann Berge versetzen und tiefe Wunden heilen.

In diesem Sinne allen alles Gute, Zuversicht und Gesundheit für ein glückliches neues irdisches Jahr. Das Glück muss man an sich, nicht an anderen messen, das ist ganz wichtig. Denn was für den einen Glück heißt, ist für den anderen eine Katastrophe. Ganz wichtig ist aber die Aufrechterhaltung der Liebe zu uns Vorausgegangenen und ihre Intensivierung, denn davon profitieren beide Seiten enorm und das ist auch das, was uns alle trägt und weiterbringt.

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