Gedanken zweier
Jenseitiger

Liebe verbindet Welten
Tini, mein Kind, willst du mir noch etwas sagen geschwind?
Gerne, liebe Mama, bestimmt fällt mir gleich etwas ein.
Themen gibt es viele, welches soll es denn sein?
Vielleicht eine Rückschau auf unser erstes gemeinsames Gedicht?
Da solltest du sehen unser „Gesicht“!
Wir strahlen vor Glück und voller Stolz
Und schauen nicht ernst wie ein Stück Holz.
Doch bei aller Freude müssen wir bleiben stets bescheiden.
Denn was hier gelungen ist, ist ein Geschenk von uns beiden,
An euch und an alle, die leiden,
Egal ob krank oder weil sie jemanden vermissen,
Das Gefühl ist gleich schlimm und total beschissen.
Wir spüren wie ihr euch mit uns freut,
Wäre ja traurig, wenn sich daran etwas geändert hätte heut.
Wie glücklich ward ihr immer, wenn uns etwas ist gelungen,
Oft mehr als wir, die das sahen ganz ungezwungen.
So ist es auch heute, das ist ja klar,
Dass ihr es kaum fassen könnt, dass so etwas ist wahr.
Dass wir euch diktieren über Schmerz und Leid,
Aus einer anderen Dimension, aus einer anderen Zeit.
Vor zwei Jahren noch dachtet ihr, ihr hättet uns verloren,
Aber heute wisst ihr, wir sind wie neu geboren.
Wir sind wieder bei euch, ähnlich wie einst,
Nur leider unsichtbar, wie du immer meinst.
Doch muss man einen sehen, reicht nicht auch fühlen,
Um sicher zu sein, dass man nicht steht im Kühlen?
Das klappt ja bei euch einfach herrlich,
Das spüren auch wir, ehrlich.
Und was hat diesen Wandel vollbracht?
Kam der einfach über Nacht?
Oh nein, das war unsere gegenseitige Liebe,
Die fortbesteht und übersteht jedes Getriebe.
Liebe ist die Basis, doch was ist auch wichtig?
An uns glauben und mit uns leben, und zwar richtig.
Nicht einmal im Jahr, weil ein Gedenktag ist,
Sondern innig, ehrlich und täglich, sonst läuft ab die Frist.
Die Frist eine Verbindung aufzubauen
Erfordert viel Fleiß und Geduld, da muss man auch mal können wegschauen,
Von etwas, was man gerade gerne machen würde,
Und zwar aus Liebe und nicht als Bürde.
Wir spüren so genau wie wichtig wir euch sind,
Viel mehr noch wie vielen Müttern ihr Kind.
Wir fühlen uns gesehen, geliebt und geschätzt,
Wir sind keine Last für euch, wir wissen, das ist kein hohles Geschwätz.
Und doch wissen wir, dass unser Heimgang für euch ist immens schwer,
Und wir überlegen täglich, was wir noch können machen mehr
Um euch das Leben ein bisschen zu versüßen,
Was hättet ihr gern, was würdet ihr begrüßen?
Eure Antwort ist uns eigentlich klar:
„Komm heim mein Kind, ach wenn es doch werden könnte wahr“.
Das ist leider ein von uns unerfüllbarer Wunsch,
Das würden wir manchmal auch gerne tun, und wär’s auch nur für einen Punsch.
Doch leider hat das Schicksal anders entschieden
Und wollte uns diesen Schritt verbieten.
Doch das lassen wir uns von niemandem sagen,
Wir sind bei euch, zwar unsichtbar, aber an allen Tagen.
Mal mehr mal weniger, das ist klar,
So wie es auch früher immer war.
Ein leiser Gedanke, ein zartes Gefühl, die Sehnsucht wächst und sofort
Wissen wir, wir müssen wechseln den Ort.
Wir verbinden uns eng, so gut es eben geht,
Und wandeln mit euch auf diesem traurigen Weg.
Wir nehmen euch in den Arm und drücken euch ganz fest,
Die Wirkung ist erprobt, das ist kein Test.
Und wenn dann die Trauer langsam weicht,
Ziehen auch wir uns wieder zurück, so weit, bis es für euch reicht.
Ansonsten wachen wir über euch bei Tag und bei Nacht,
So wie ihr es ein Leben lang mit uns gemacht.
Ihr fühlt euch dann behütet, beschützt und geborgen,
So wie einst wir, als ihr mit uns hattet all so große Sorgen.
Oft war uns gar nicht bewusst wie ihr habt mit uns gelitten,
Haben wir durch unsere Krankheit uns oft nur gesehen in der Mitten.
Doch heute wissen wir, was ihr habt alles in Liebe getan,
Und dafür danken wir euch von Herzen, ehrlich und nicht im Wahn.
Wie können wir nur zurückgeben, was alles in Liebe ihr habt gemacht?
Es ist uns ein Bedürfnis und wir haben schon an vieles gedacht.
Doch alles ist zu wenig, wird euch nicht gerecht,
Und so produzieren wir es in Häppchen, stetig – das ist doch auch nicht schlecht.
Und wenn wir können machen euch ein bisschen stolz,
So ist es nur eine klitze kleine Entschädigung dafür, aber was soll’s.
Wir sind immer bei euch, beschützen euch, geben euch Rat.
Und setzen alles in unserer Macht stehende um in die Tat.
Dann hoffen wir immer, ihr spürt unser Sein
Und fühlt euch geborgen und nicht allein.
Da meint Max plötzlich: das würde ich inhaltlich genauso schreiben,
Nur du warst mal wieder schneller mit Reimen, da musste ich noch zurückbleiben.
Aber Tini, ich weiß schon, du übst mir mir kräftig, ernsthaft und streng,
Da vergeht mir schon manchmal das Lachen, da wird es schon ganz schön eng.
Was sein muss, muss sein, du kennst meine Devise,
Und von nichts kommt nichts, das weiß schon die kleine Liese.
Da meint Max: wie bin ich froh dich als Lehrmeister zu haben,
Hast viel Verständnis, gehört das Dichten ja auch nicht gerade zu deinen größten Gaben.
Wie recht du hast, mein lieber Max, und wie oft basteln wir so munter ein neues Gedicht zusammen,
Das Wichtige und Schöne daran ist, wir sind beisammen.
Wir tauschen uns aus und planen und machen,
Und in dieser Phase können wir dann auch wieder lachen.
Denn das Lachen, lieber Max, darf nicht fehlen bei dir,
Und das ist wunderschön, das gefällt auch mir.
So liebe Mamas, ihr seht wir sind froh und munter
Und schauen mal fröhlich, mal besorgt zu euch „runter“.
Runterschauen ist ein blödes Wort,
Sind wir doch ganz einfach bei euch, am selben Ort.
Das war also unser zweiter Streich,
Wir lieben euch innig und schauen gleich,
Dass euch nichts Böses widerfährt,
Auch wenn es manchmal um euch herum rumpelt und gärt.
Martin Mäckle, Max Bauer, geistige Welt, ohne KI
Auch diesmal war Petra so lieb und hat aus unserem Text einen Videoclip mit musikalischer Untermalung gemacht - das war richtig viel Arbeit, ist unser Text doch diesmal extrem lang geworden. Wir danken ihr vielmals für die Mühe, die sie sich immer mit uns macht.
DANKE!

Ein Kunstwerk der besonderen Art:
... erstellt von Petra Beate Arnold unter Zuhilfenahme von KI

